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Unfalldatenspeicherung: Wie das Hinweis- und Informationssystem Unfallbeteiligten zum Nachteil wird

Unfalldatenspeicherung: Wie das Hinweis- und Informationssystem  Unfallbeteiligten zum Nachteil wird
Bei einem Verkehrsunfall werden Daten des Geschädigten zu dessen Fahrzeug, wie zum Beispiel das Kennzeichen und/oder die Fahrzeugidentifizierungsnummer (FIN) an das Hinweis- und Informationssystem (HIS) übermittelt. Foto: Jörn Wylezich/fotolia.com

Bei einem Verkehrsunfall werden Daten des Geschädigten zu dessen Fahrzeug, wie zum Beispiel das Kennzeichen und/oder die Fahrzeugidentifizierungsnummer (FIN) an das Hinweis- und Informationssystem (HIS) übermittelt. Dieses System dient den Versicherungsunternehmen zur Unterstützung der Sachverhaltsaufklärung bei Versicherungsfällen unter Rückgriff auf frühere Schadenfälle sowie der Bekämpfung von Versicherungsmissbrauch. Die Daten werden zu einem späteren Zeitpunkt von dem jeweiligen Versicherer abgefragt und genutzt, wenn das Fahrzeug an einem weiteren Schadenfall beteiligt ist.

Das HIS wurde von den Versicherungen erschaffen, um (angeblich) Versicherungsbetrug und/oder Versicherungsmissbrauch einzudämmen. Die Praxis zeigt aber, dass dieses System in erster Linie dazu dient, Schadenersatzansprüche eines Unfallgeschädigten (erfolgreich) abzuwehren: Denn ein Vorschaden stellt aktuell ein immer größer werdendes Problem für Unfallgeschädigte dar. Selbst dann, wenn man den Unfall nicht schuldhaft verursacht hat und von einem Vorschaden nichts wusste.

Was ist von einem Unfallgeschädigten zu beachten?

Beauftragen Sie unbedingt einen Rechtsanwalt und einen Kfz-Sachverständigen. Unter Umständen hat der Sachverständige die Möglichkeit, beim HIS Auskünfte einzuholen, um so mehr Informationen über einen möglichen Vorschaden zu erlangen, den Sie vielleicht gar nicht kennen, weil er beim Voreigentümer entstanden ist. Ansonsten kann es passieren, dass man als Unfallgeschädigter auf Sachverständigen-, Anwalts- und Gerichtskosten sitzen bleibt. Denn die Erfahrung zeigt, dass die Haftpflichtversicherungen erst im Prozess mit dem Einwand eines Vorschadens argumentieren und so den Unfallgeschädigten gegen die Wand fahren lassen.

Ihr Ansprechpartner: Stefan Lüderitz-Ahrens, Leiter Forderungs- und Schadensmanagement, Telefon 05331/9966-87, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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