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Müssen Betriebsstoffe nach einem Verkehrsunfall wiederverwendet werden?

Haftpflichtversicherer sind oft der Ansicht, dass Betriebsstoffe nach einem Totalschaden wiederverwendet können. Hier ist das Sachverständigengutachten entscheidend. Foto: benjaminnolte/fotolia.com
Haftpflichtversicherer sind oft der Ansicht, dass Betriebsstoffe nach einem Totalschaden wiederverwendet können. Hier ist das Sachverständigengutachten entscheidend. Foto: benjaminnolte/fotolia.com

Die Kreativität von Haftpflichtversicherern kennt keine Grenzen – jedenfalls dann, wenn es darum geht, in die eigene Tasche zu sparen.

Neuerdings tauchen Hilfs- und Betriebsflüssigkeiten, aber auch nach einem Totalschaden im Tank verbliebener restlicher Kraftstoff, beim Finden neuer Einsparpotentiale auf.

Sachverständigengutachten ist entscheidend

Fallen nach einem Verkehrsunfall Kosten für Kältemittel und für die Kühlflüssigkeit an und zieht der gegnerische Haftpflichtversicherer diese als „nicht erforderlich“ ab, sind diese Kosten jedenfalls dann zu erstatten, wenn es ein Sachverständigengutachten gibt, der Sachverständige diese Kosten mit kalkuliert hat und der Auftrag an die Werkstatt lautete: „Reparatur gemäß Gutachten!“. Denn wenn die Neubefüllung von einem Sachverständigen kalkuliert ist, muss es der Geschädigte nicht besser wissen. Vom Geschädigten aberwitzigerweise zu verlangen, dass er die Werkstatt anweisen solle, abweichend vom Gutachten Kältemittel und Kühlflüssigkeit aufzufangen und wiederzuverwenden, wäre absurd.

Kraftstoff ist nach Totalschaden zu erstatten

Gleiches gilt auch bei nach einem Totalschaden im Tank verbliebenen restlichen Kraftstoff. Auch dieser ist natürlich nicht abzusaugen und wiederzuwenden, sondern vom Haftpflichtversicherer zu erstatten. Hier hilft ein Bild von der Tankanzeige im Gutachten.

Wie immer: Lassen Sie sich von den Kfz-Haftpflichtversicherern nicht auf das falsche Pferd setzen! Passt dem Versicherer nicht, was im Gutachten steht, muss er das nicht mit dem Geschädigten, sondern mit dem Sachverständigen ausmachen. Und auch das ist eine alte Regel: Wer bei Haftpflichtschäden mit Kostenvoranschlägen einer Werkstatt arbeitet, dem kann oft nur schwer geholfen werden.

Ihr Ansprechpartner

Stefan Lüderitz-Ahrens
Leiter Forderungs- und Schadensmanagement
Telefon 05331/9966-80
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