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Grundsätzliche Haftungsteilung bei Parkplatzunfällen? Wir sagen ganz klar: NEIN!

 Grundsätzliche Haftungsteilung bei Parkplatzunfällen? Wir sagen ganz klar: NEIN!
Parkplätzen herrscht das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme. Foto: v_sot/fotolia.com

Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm hat nämlich entschieden, dass ausnahmsweise auf ein Warten des aus einem Stellplatz ein- oder ausfahrenden Pkw vertraut werden darf, wenn die Fahrspur zwischen den Parkplätzen Straßencharakter hat und vorrangig der Zu- und Abfahrt von Fahrzeugen dient.

Im vom OLG Hamm entschiedenen Fall befuhr der Kläger mit seinem Lastzug auf einem an einer Bundesautobahn gelegenen Rastplatz den zur Autobahnauffahrt führenden Zufahrtsweg. An diesen grenzen schräg angeordnete Stellplätze, von denen die Einfahrt in die Zufahrtsstraße möglich ist. Auf dem letzten Stellplatz rangierte der Lastzug der Beklagten. Beide Lkw stießen zusammen, als der klägerische Lastzug den Lastzug der Beklagten passierte. Im Prozess hat der Kläger geltend gemacht, er könne 100 % seines Schadens ersetzt verlangen. Das OLG Hamm hat dem Kläger Recht gegeben.

Außergerichtlich hatte die Haftpflichtversicherung der Beklagten lediglich 50 % des Schadens ausgeglichen, weil sie die Auffassung vertrat, auf Parkplätzen herrsche das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme. Auch dieser Fall zeigt: Der Weg zum Anwalt lohnt sich!

Ihr Ansprechpartner: Bürovorsteher (FH) Stefan Lüderitz-Ahrens, Leiter Forderungs- und Schadensmanagement, Telefon: 05331/9966-87.

(Foto: v_sot/fotolia.com)

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